Wie bleibt Glaube lebendig – nicht nur als Überzeugung, sondern als Praxis im Alltag? Die neue Ausgabe der Zeitschrift „Quatember – Vierteljahreshefte für Erneuerung und Einheit der Kirche“ widmet sich unter dem Leitthema „Üben“ einer Frage, die für Kirche und Gemeinden in Zeiten des Wandels besondere Aktualität hat.
„Thomas von Kempen beschreibt christliches Leben als einen Weg der Übung, auf dem der Übende geformt wird, sich verändert in das Bild Christi hinein“, schreibt Herausgeber Heiko Wulfert im Editorial der Ausgabe 1/2026.
Die Beiträge fragen danach, wie geistliche Gewohnheiten entstehen, wie liturgische Praxis trägt und wie christlicher Glaube in Seelsorge, Gemeinde und persönlichem Leben eingeübt werden kann. Dabei reicht der Bogen vom „Geistlichen Pfad“ über Erkenntnisse zur Kraft der Gewohnheit bis hin zu Krankenhausseelsorge, Spiritualität und Gesundheit.
Für den evangelischen Raum setzt das Heft damit einen wichtigen Akzent: Erneuerung der Kirche beginnt nicht allein mit Strukturdebatten, sondern mit geistlicher Praxis – mit Gebet, Liturgie, Seelsorge, Gemeinschaft und diakonischem Handeln. Gerade angesichts der aktuellen Herausforderungen der evangelischen Kirche lädt Quatember dazu ein, nach den Formen zu fragen, in denen Glauben heute verlässlich eingeübt, weitergegeben und gelebt werden kann.
Quatember ist eine evangelische Vierteljahreszeitschrift für Fragen der Spiritualität, des geistlichen Lebens und der Erneuerung der Kirche in ökumenischer Perspektive. Die Zeitschrift geht auf die Berneuchener Bewegung zurück und erscheint in der Evangelischen Verlagsanstalt Leipzig.
Weitere Informationen: www.quatember.org