Pfarrer i.R. Hans Nickles +

* 21.05.1923 - + 01.02.2015

Hausvater im Berneucher Haus Kloster Kirchberg von 1972 bis 1985

Schon als Militärpfarrer kam Hans Nickles in den Jahren 1963 bis 1972 mit Soldaten zu Rüstzeiten auf den Kirchberg, bei denen auch Renovierungsarbeiten an der alten, teils ruinösen Klosteranlage durchgeführt wurden.

Danach, in seiner dreizehnjährigen Amtszeit als Leiter des Berneuchener Hauses hat Bruder Nickles wesentlich dazu beigetragen, dass das Haus zu dem geistlichen Zentrum der Berneuchener Gemeinschaften wurde, wie wir es heute kennen.

Der Brand des Konventgebäudes im Jahr 1979 und der Wiederaufbau haben ihn sehr gefordert. Er nutzte jedoch die Situation, um mit großer Energie eine nachhaltige Modernisierung der Gästezimmer und Tagungsräume im Konventgebäude durchzusetzen.

Für die Gäste des Berneuchener Hauses fiel er auf als perfekter Gastgeber – er konnte das Gefühl vermitteln, man sei ganz persönlich herzlich willkommen. Seine Frau Magdalene unterstützte ihn liebevoll, indem sie ihn vorher über die Anreisenden informierte.

Michaelsbruder war Hans Nickles seit 1951. Im Konvent Württemberg war er zuletzt der Senior. Zuvor war er über lange Jahre - nicht zuletzt wegen seiner Tätigkeit auf dem Kirchberg - einer der maßgebenden Brüder im Konvent.

Großes Gewicht hatte die Stimme von Hans Nickles auch in der Gesamt-Bruderschaft, der er im Laufe der Jahre in verschieden Funktionen gedient hat.

Nun wird Hans Nickles - wie er es sich immer gewünscht hat - auf dem Kirchberger Nonnenfriedhof neben seiner ersten Frau Gertrud bestattet werden.

Er möge ruhen in Frieden!

Konvent Württemberg

Der Konvent umfasst die Region Württemberg. Die 25 Brüder des Konventes leben über das Land verstreut. Diese Breite zeigt sich auch bei den Jahrgängen der Brüder, die von 1923 bis 1989 reichen. Die Konventstreffen finden überwiegend im Berneuchener Haus Kloster Kirchberg statt (siehe Termine).

Neben dem Michaelsfest und den Konventstreffen führen wir auch Teilkonvente durch. Und einmal im Monat - jeweils am ersten Mittwoch des Monats - treffen sich Interessierte aus den berneuchener Gemeinschaften und Gäste zum Berneuchen Gespräch im Berneuchener Haus Kloster Kirchberg (von 19.15 Uhr bis 20.45 Uhr mit dem Angebot der Komplet zum Abschluss).

Weitere Informationen erteilt unser Konventsältester (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! )

Michaelsfest 2014

Zum diesjährigen Michaelsfest vom 25.09 - 28.09.2014 mit dem Konvent Norddeutschland fuhr der Konvent Württemberg nach Ratzeburg.

Die Gruppe der 9 Bahnfahrer - Brüder, Bruderfrauen und Gäste - reiste schon am Mittwoch, dem 24.09., an und hatte so am Donnerstag bis zum Beginn des Michaelsfestes am Abend Zeit, die Stadt Ratzeburg zu erkunden. Natürlich war der Dom, auf den wir von unserem Quartier einen herrlichen Blick hatten, der Hauptanziehungspunkt.

Lagebesprechung Bäk

Lagebesprechung im Christophorushaus Bäk /Bild: Helmut Knapp)

Allerdings trennte uns der Domsee von unserem Ziel, sodass wir einen rund halbstündigen Fußweg am Seeufer entlang machen mussten - was bei dem guten Wetter eine sehr schöne „Annäherung“ war.

Das Michaelsfest folgte der üblichen Zeitstruktur:

Am Donnerstag:

  • Bruder Mike Naidu feiert seinen 89. Geburtstag
  • Abend der Begrüßung,

am Freitag:

  • Gedächtnismesse, Rechenschaftskonvente, Beichtfeier und Nachtwachen,

am Samstag:

  • Bruderschaftsmesse mit Aufnahmen
  • Ausflug nach Lübeck mit Besuch der Gedenkstätte der vier Märtyrer (3 katholische Priester und ein Evangelische Pfarrer wurde 1943 in Lübeck wegen „Wehrkraftzersetzung und Heimtücke“ hingerichtet)
  • und Besichtigung des Doms und am Abend die Agapefeier.

am Sonntag:

  • Festmesse mit der Gemeinde und Schola im Ratzeburger Dom

am Montag:

  • Heimreise

Ein besonderer Höhepunkt war für den Konvent Württemberg die Aufnahme von Lennart Meißner in die Bruderschaft in der Bruderschaftsmesse am Samstag.

Aufnahme Br Meissner

Aufnahme Bruder Lennart Meißner (Bild: Helmut Knapp)

Das Michaelsfest war perfekt organisiert von Bruder Martin Starke vom Konvent Norddeutschland, der auch zusammen mit unserem Bruder Eckhard Rudolph für den reibungslosen Ablauf des Festes zuständig war.

Helmut Knapp

Tageskonvent Juli 2014

Der Konvent Württemberg hält jedes Jahr im Sommer einen Tageskonvent bei einem der Brüder. In diesem Jahr waren wir bei dem Konventsältesten Eckhard Rudolph in Adelberg zu Gast.

Nach dem Ankommen gab es einen Imbiss in der "Klostervilla" im Kloster Adelberg. Innerhalb der 1.100 Meter langen äußeren Klostermauer stehen auch heute mehrere Gebäude, von denen aber nur einige schon zu der Klosterzeit errichtet wurden. Das Kloster bestand mit Unterbrechungen von 1178 bis 1648. Danach wurde das Abthaus zu einer evangelischen Schule und später zum Sitz eines der vier Generalsuperintendenten Württembergs. Die Zehntscheuer, eines der größten Gebäude auf dem Klostergelände, wurde erst 1757 erbaut. Kloster Adelberg war nach dem Wert der Besitzungen das viertgrößte Kloster in Württemberg.

Nach dem Imbiss wurden wir durch das Klostergelände geführt und erfuhren manches über die Geschichte des Klosters und einzelner Gebäude, zum Beispiel der alten Klosterschule, auf der auch Philipp von Schwaben erzogen wurde oder dem schon erwähnten Abthaus, das heute in Privatbesitz ist und zwei Künstlerfamilien beherbergt.

Besichtigung Adelberg

Führung durch das Kloster (Bild: Helmut Knapp)

Die Ulrichskapelle wurde 1500 erbaut und ist von einer Mauer umgeben. Innerhalb dieser Mauer befindet sich auch ein kleiner Friedhof, der heute von den Bewohnern des Klosterareals genutzt werden kann. In der Ulrichskapelle sind besonders sehenswert der Flügelaltar aus dem Jahr 1511 und die Wandgemälde, die die frühe Geschichte des Klosters darstellen und die auch im 16. Jahrhundert entstanden. Die Festtagsseite des Flügelaltars zeigt auf der linken Seite die Verkündigung Mariä und auf der rechten Seite ihre Krönung. Maria war Patronin des Klosters. Im mittleren Feld ist Maria mit dem Jesuskind von 4 Heiligen umgeben, darunter Ulrich von Augsburg, dem zweiten Patron des Klosters. Obwohl die Kapelle in der Reformation der evangelischen Kirche zufiel, setzten sich die Gemeindeglieder für den Erhalt des Altars ein.

Altarbild Ulrichskapelle Adelberg

Altarbild in der Ulrichskapelle (Bild: Helmut Knapp)

Heute werden einmal monatlich römisch-katholische Messen gehalten und in größeren Abständen auch ökumenische und evangelische Gottesdienste. In der Kapelle, die nach dem Bischof Ulrich von Augsburg benannt ist,  finden sich auch Erinnerungen an Ulrich von Adelberg, den ersten Probst des Prämonstratenser Klosters.

Wir haben dann mit 22 Gästen, Bruderfrauen und Brüdern das Mittagsgebet in der Kapelle gehalten. In der Vita haben wir dabei über Ulrich von Adelberg gehört. Nach dem Mittagsgebet wanderten die Geschwister zum Mittagessen in den Ort Adelberg. Adelberg gehörte zu den ursprünglichen Klosterbesitzungen und hieß damals Hundsholz. 1830 konnte die Gemeinde das Kloster kaufen und nach der Eingemeindung des Klostergeländes konnte sich Hundsholz im Jahr 1851 in Adelberg umbenennen.

Nach einer Wanderung um den Herrenbachstausee mit der Herrenmühle feierten wir um 17 Uhr zum Abschluss des gemeinsamen Tages die evangelische Messer in der Dorfkirche.

Gemeinsam unterwegs

Der Konvent Württemberg gibt seine Geschichte heraus. Hierzu gehört die Entstehung des Berneuchener Hauses.

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