Konvent Württemberg

Der Konvent umfasst die Region Württemberg. Die 17 Brüder des Konventes leben über das Land verstreut. Diese Breite zeigt sich auch bei den Jahrgängen der Brüder, die von 1928 bis 1989 reichen. Die Konventstreffen finden überwiegend im Berneuchener Haus Kloster Kirchberg statt (siehe Termine).

Neben dem Michaelsfest und den Konventstreffen führen wir auch Teilkonvente durch. Und einmal im Monat - jeweils am ersten Mittwoch des Monats - treffen sich Interessierte aus den Berneuchener Gemeinschaften und Gäste zum Berneuchen Gespräch im Berneuchener Haus Kloster Kirchberg (von 19.15 Uhr bis 20.45 Uhr mit dem Angebot der Komplet zum Abschluss).

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Frühjahrskonvent 2019

Vom 3. bis 5. Mai 2019 feierten 41 Geschwister von der GSM Konvent Süden und dem Konvent Württemberg der EMB im Berneuchener Haus Kloster Kirchberg ihren Frühjahrskonvent. Wir waren bunt gemischt - nur beispielhaft: Die Altersspanne reichte von 17 Jahren bis 88 Jahre. Es gab Teilnehmende, die seit der Gründung des Berneuchener Hauses vor 61 Jahren regelmäßig den Kirchberg besuchen und es gab andere, die zu ersten Mal im Haus waren.

Am Samstag morgen fand - wie seit Jahrzehnten - der Pilgerweg statt. In diesem Jahr haben wir keine weiten Fahrten mit dem Auto unternommen, sondern sind durch die Klosteranlage gepilgert. In 14 Stationen - von der Quelle bis zum Weinstock - haben wir haben wir Psalmen gehört und Lieder gesungen. Am Samstag Nachmittag hat dann Bruder Norbert Lurz - seit einem halben Jahr Oberkirchenrat in Stuttgart - aus seinem Arbeitsbereich erzählt: Bildung in evangelischer/christlicher Verantwortung – quo vadis? Seine Ausführungen warfen zahlreiche Fragen auf, gaben aber wie schon im Titel angedeutet keine fertigen Lösungen.

Am bunten Abend gab es wie auch schon seit Jahren gewohnt eine im Haus angesetzte Maibowle. Die ursprünglich vorgesehene Bowle wurde dank der großen Nachfrage beim Klosterfest am 1. Mai bereits vorzeitig verbraucht, aber Samuel Schick und seine Helferkonnten eine neue Bowle ansetzen.

Am Sonntag feiert wir die evangelische Messe in der Johanneskirche. Bruder Reinhard Walzer predigte über das Evangelium vom guten Hirten. Ausgehend von dem bekannten ältesten christlichen Bild des Hirten, der das Lamm um den Hals trägt, wies der Prediger darauf hin, dass der Hirte von seinen Schafen lebt - und nicht nur von ihrer Wolle. Kommt der Hirte mit dem verlorenen Schaf nach Hause, feiert er mit seinen Nachbarn und zum Festmahl gibt es natürlich Lammfleisch. Das Besondere ist aber, dass Jesus das Verhältnis von Schaf und Schäfer umkehrt: Nicht der Hirte verspeist seine Lämmer, sondern die Schafe verzehren den Hirten, der für sie geschlachtet wird.

Joachim Januschek

Sommerkonvent 2018 in Straubenhardt

Unseren Sommertageskonvent begehen wir in langer Tradition am Wohnort eines württembergischen Bruders. In diesem Jahr haben wir unseren Bruder Helmut Maier besucht. Wir haben am Samstag, dem 7.7.2018, einen rundweg schönen Tag miteinander verbracht. Zehn Brüder mit vier Ehefrauen und einem Gast waren nach Straubenhardt-Ottenhausen gekommen. Zu Beginn haben wir in der Ottenhausener Kirche eine Werktagsmesse gefeiert.

Anschließend sind wir zur Hochmühle gefahren. Bruder Helmut Maier und ich in unseren Rollstühlen, alle anderen mit PKWs. In der Hochmühle haben uns dann Vater und Sohn, Arnold und Jürgen Pick durch das Haus geführt. Die Hochmühle ist ein Alten- und Pflegeheim, das mit seinem ganzheitlichen Pflegekonzept und der intensiven Betreuung vor allem Fachpflegeheim für psychiatrisch erkrankte Menschen ist. In dem Haus können 158 Menschen von rund sechzig Schwestern und Pflegern betreut werden.

Nach der Besichtigung sind wir zum See nahe der Hochmühle gewandert und haben dort in einem großen Zelt ein dreigängiges Mittagsmenü erhalte. Unser Bruder Helmut Maier hat uns dann von seinen Erfahrungen und Erlebnissen in der Hochmühle berichtet. Der Senior-Heimleiter Arnold Pick berichtete uns, wie er - ganz ungeplant - mit dem Heim in Berührung gekommen ist und schließlich die Leitung übernommen hat. Er erzählte uns auch von seinen Beweggründen für diese Arbeit. Nach Kaffee und Kuchen haben wir unseren Tag mit brüderlichem Austausch und dem Reisesegen beschlossen.

Joachim Januschek

Pfarrer i.R. Hans Nickles +

* 21.05.1923 - + 01.02.2015

Hausvater im Berneucher Haus Kloster Kirchberg von 1972 bis 1985

Schon als Militärpfarrer kam Hans Nickles in den Jahren 1963 bis 1972 mit Soldaten zu Rüstzeiten auf den Kirchberg, bei denen auch Renovierungsarbeiten an der alten, teils ruinösen Klosteranlage durchgeführt wurden.

Danach, in seiner dreizehnjährigen Amtszeit als Leiter des Berneuchener Hauses hat Bruder Nickles wesentlich dazu beigetragen, dass das Haus zu dem geistlichen Zentrum der Berneuchener Gemeinschaften wurde, wie wir es heute kennen.

Der Brand des Konventgebäudes im Jahr 1979 und der Wiederaufbau haben ihn sehr gefordert. Er nutzte jedoch die Situation, um mit großer Energie eine nachhaltige Modernisierung der Gästezimmer und Tagungsräume im Konventgebäude durchzusetzen.

Für die Gäste des Berneuchener Hauses fiel er auf als perfekter Gastgeber – er konnte das Gefühl vermitteln, man sei ganz persönlich herzlich willkommen. Seine Frau Magdalene unterstützte ihn liebevoll, indem sie ihn vorher über die Anreisenden informierte.

Michaelsbruder war Hans Nickles seit 1951. Im Konvent Württemberg war er zuletzt der Senior. Zuvor war er über lange Jahre - nicht zuletzt wegen seiner Tätigkeit auf dem Kirchberg - einer der maßgebenden Brüder im Konvent.

Großes Gewicht hatte die Stimme von Hans Nickles auch in der Gesamt-Bruderschaft, der er im Laufe der Jahre in verschieden Funktionen gedient hat.

Nun wird Hans Nickles - wie er es sich immer gewünscht hat - auf dem Kirchberger Nonnenfriedhof neben seiner ersten Frau Gertrud bestattet werden.

Er möge ruhen in Frieden!

Michaelsfest 2014

Zum diesjährigen Michaelsfest vom 25.09 - 28.09.2014 mit dem Konvent Norddeutschland fuhr der Konvent Württemberg nach Ratzeburg.

Die Gruppe der 9 Bahnfahrer - Brüder, Bruderfrauen und Gäste - reiste schon am Mittwoch, dem 24.09., an und hatte so am Donnerstag bis zum Beginn des Michaelsfestes am Abend Zeit, die Stadt Ratzeburg zu erkunden. Natürlich war der Dom, auf den wir von unserem Quartier einen herrlichen Blick hatten, der Hauptanziehungspunkt.

Lagebesprechung Bäk

Lagebesprechung im Christophorushaus Bäk /Bild: Helmut Knapp)

Allerdings trennte uns der Domsee von unserem Ziel, sodass wir einen rund halbstündigen Fußweg am Seeufer entlang machen mussten - was bei dem guten Wetter eine sehr schöne „Annäherung“ war.

Das Michaelsfest folgte der üblichen Zeitstruktur:

Am Donnerstag:

  • Bruder Mike Naidu feiert seinen 89. Geburtstag
  • Abend der Begrüßung,

am Freitag:

  • Gedächtnismesse, Rechenschaftskonvente, Beichtfeier und Nachtwachen,

am Samstag:

  • Bruderschaftsmesse mit Aufnahmen
  • Ausflug nach Lübeck mit Besuch der Gedenkstätte der vier Märtyrer (3 katholische Priester und ein Evangelische Pfarrer wurde 1943 in Lübeck wegen „Wehrkraftzersetzung und Heimtücke“ hingerichtet)
  • und Besichtigung des Doms und am Abend die Agapefeier.

am Sonntag:

  • Festmesse mit der Gemeinde und Schola im Ratzeburger Dom

am Montag:

  • Heimreise

Ein besonderer Höhepunkt war für den Konvent Württemberg die Aufnahme von Lennart Meißner in die Bruderschaft in der Bruderschaftsmesse am Samstag.

Aufnahme Br Meissner

Aufnahme Bruder Lennart Meißner (Bild: Helmut Knapp)

Das Michaelsfest war perfekt organisiert von Bruder Martin Starke vom Konvent Norddeutschland, der auch zusammen mit unserem Bruder Eckhard Rudolph für den reibungslosen Ablauf des Festes zuständig war.

Helmut Knapp